Beispielhafte schematische Darstellung einer Nabelhernien-OP mit Netztechnik

Der Bruchsack wird freigelegt und in seine anatomisch korrekte Position gebracht. Ggf. erkranktes Gewebe wird entfernt
Die Bruchlücke wird ringsum ausgetastet. Evtl. Verwachsungen bzw. Verklebungen im Umkreis von 4 bis 6 cm um die Bruchlücke herum werden abgelöst.
Das Spezialnetz muss komplett durch die Bruchlücke in die Bauchhöhle eingeführt werden. Dazu muss die Bruchlücke angehoben und offen gehalten werden. Dies erfolgt durch vorsichtiges Einsetzen eines Hakens bzw. einer Klemme.
Die Klemme wird gelöst und entfernt. Das entfaltete Netz wird durch ein Anspannen der Laschen behutsam an die Buchdecke angezogen.
Die korrekte Lage des Netzes wird ringsum durch die Bruchlücke kontrolliert. So wird sichergestellt, dass kein Gewebe aus dem Inneren des Bauchraums zwischen Netz und Bauchdecke eingeklemmt ist.
Durch Anspannen der Laschen wird das Netz mit leichtem Zug an die Bauchdecke gezogen. Anschließend werden die Laschen mit Nähten am Muskelgewebe der Bruchlücke fixiert.
Nun wird die Bruchlücke oberhalb des Netzes spannungsfrei verschlossen. Zum Abschluss wird die Haut verschlossen, also die Wunde vernäht.

 

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Für die Zurverfügungstellung der Abbildungen bedanken wir uns herzlich bei Ethicon, einem Geschäftsbereich der Johnson & Johnson Medical GmbH.