Enddarm-Behandlung


In unserer Praxis bieten wir alle gängigen Therapieverfahren zur Behandlung von Enddarmerkrankungen an – chirurgische ebenso wie konservative, denn nicht immer muss operiert werden.


Bei Hämorrhoidalleiden ist die Therapie abhängig vom Ausprägungsgrad der Erkrankung (stadiengerechte Behandlung). Hämorrhoiden der Grade 1 und 2 können effektiv und schmerzarm mit der sog. Skleorisierungstechnik verödet werden. Hierzu wird an den Gefäßzuflüssen der Hämorrhoiden ein Mittel injiziert, das eine Schrumpfung und Verfestigung des Gewebes bewirkt. Bei der sog. Ligatur werden die Hämorrhoidalknoten mithilfe eines Gummibandes abgebunden. Dies führt innerhalb weniger Tage zum Absterben der Knoten, die dann vom Körper abgestoßen werden.


Bei Hämorrhoiden in weiter fortgeschrittenen Stadien ist in aller Regel eine operative Entfernung der Knoten angezeigt. Der kleine Eingriff erfolgt in einer kurzen Narkose und ist daher für den Patienten nicht belastend. Auch nach der OP lassen sich evtl. Auftretende Schmerzen mit einer eine effektive Schmerztherapie gut beherrschen. Ziel ist ein rasches Abheilen und eine dauerhafte Beschwerdefreiheit.


Bei Analabszessen und –fisteln ist eine Operation häufig das einzige Mittel, um eine weitere Ausdehnung und eine Verschleppung der Erkrankung zu vermeiden. Der Verlauf einer Fistel kann sehr variieren. Sie kann von einer Seite des Afters zur anderen gehen, durch den inneren, den äußeren oder beide Schließmuskel verlaufen, hoch oder tief liegen. Für die Wahl des jeweiligen Operationsverfahrens ist daher eine exakte Diagnostik (z. B. mit 3-D-Ultraschall) unabdingbar. Die chirurgische Entfernung einer Fistel verlangt vom Operateur viel Erfahrung, Routine und Spezialwissen. So muss bei Fisteln, die durch das Muskelgewebe verlaufen, sichergestellt werden, dass es nicht zu einer Schädigung der inneren und äußeren Schließmuskeln kommt. Anstatt die Fistel zu spalten wird in solchen Fällen die gesamte Röhrenstruktur vorsichtig aus dem umliegenden Gewebe heraus präpariert. Der Verlauf nach der OP ist in den allermeisten Fällen unkompliziert. Im Durchschnitt verheilen 95 % der Fisteln dauerhaft. Je nach Ausprägung kann der Heilungsprozess allerdings mehrere Wochen dauern. Wie bei allen Enddarmerkrankungen gilt auch hier: Je früher man sich in Behandlung begibt, umso besser und schneller verläuft die Heilung.